Die schönsten Erzählungen der Bibel

 

 

 

Gliederung:

 

1. Einführung

  2. Schöpfungsbericht

  3. Sündenfall

  4. Kain und Abel

  5. Noah im Rausch

  6. Abraham hadert mit Gott

  7. Isaaks Opferung

  8. Der Segen für Jakob, dem Jüngeren

  9. Josef und seine Brüder

10. Moses vor dem Pharao

11. Ruth die moabitische Frau und Ahnfrau Davids

12. David gegen Goliath

13. David und die Frau des Hethiters

14. Esthers Rettung der Juden

15.  Hiobs Leid und Gottvertrauen

16. Die Verleugnung Petrus

17. Der Verrat Judas 

18. Der barmherzige Samariter

19. Die Hochzeit zu Kanaan

20. Die Tempelreinigung

21. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

22. Jesus und die Ehebrecherin

23. Jesus am Ölberg

24. Der ungläubige Thomas

 

Kapitel 5: Noah  im Rausch

 

 

 

Gliederung:

 

1. Das Problem

2. Der Text

3. Interpretation

4. Die Schwere der Tat

5. Bestrafung der Kinder?

 

 

 

1. Das Problem

 

In diesem Kapitel wollen wir uns mit einer Erzählung befassen, deren Inhalt weit zurück liegt und von Noah und seinen Kindern und Enkel berichtet. Wir erinnern uns: Die ersten Kapitel der Genesis handeln von der Bosheit der Menschen nach Adam und Eva, welche so groß war, dass Gott beschlossen hatte, die Menschen durch eine Sintflut zu vernichten, mit Ausnahme Noah’s und seiner Familie, welche als einzige nach wie vor Gott die Treue hielt. Er ließ deshalb Noah eine Arche bauen, welche so groß war, dass sie nicht nur ihm und seiner Familie, sondern auch von jedem Tier ein Paar eine sichere Stätte ermöglichte.

 

Als dann die Flut und mit ihr der Meeresspiegel zurückging, konnte Noah mit seiner Familie die Arche verlassen, Gott schloss einen Bund mit Noah und Noah betrieb Ackerbau, unter anderem errichtete er einen Weinberg und hier beginnt nun die Erzählung, welche in diesem Kapitel behandelt werden soll.

 

Als nämlich Noah die ersten Trauben geerntet hatte und er den Saft der Trauben getrunken hatte, fiel er in einen Rausch und lag entblößt auf seinem Ruhelager. Ham, ein Sohn des Noah und der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und erzählte davon draußen seinen Brüdern. Da nahmen Sem und Jafet, die beiden anderen Söhne Noah’s, einen Überwurf und legten diesen Noah auf dessen Schulter, danach gingen sie rückwärts aus dem Zelt, nachdem sie die Blöße ihres Vaters bedeckt hatten. Sie hatten ihr Gesicht abgewandt und konnten die Blöße des Vaters nicht sehen. Als Noah aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, wie sich  Ham verhalten hatte, verfluchte er Kanaan, Ham‘s Sohn.

 

Soweit die kurze Erzählung. Geht man vom Wortlaut dieser Erzählung aus, so ist dieses Geschehen aus zweierlei Gründen unverständlich. Zunächst wird ja in dieser Erzählung nicht gerade von einer schweren Untat eines der Kinder Noah’s erzählt, vergleichbar mit den Sünden, von denen die Genesis in den vorhergehenden Kapitel erzählt hatte. Was hat denn Ham eigentlich verbrochen, dass er von seinem Vater verflucht wurde?

 

Die Erzählung berichtet ja nur, dass Ham erstens seinen Vater zufällig entblößt auf dessen Ruhelager vorfand, wofür er ja sicherlich nicht verantwortlich gemacht werden konnte, zumindest dann nicht, wenn er rein zufällig das Zelt seinen Vaters betreten hat, ohne dass er bereits vorher davon wusste, dass Noah entblößt in seinem Bett lag. Es war Noah, der entblößt dalag und es zugelassen hatte, dass er sich im Rausch entblößt niedergelegt hatte. Wenn sich also jemand unanständig benommen hatte, war es doch Noah selbst, der es unterlassen hatte, sich nicht entblößt niederzulegen?

 

Zweitens wird davon berichtet, dass Ham das Zelt seines Vaters verlassen hatte, auch hier liegt sicherlich kein Vergehen vor, was hätte er denn anders machen können?

 

Drittens schließlich berichtete Ham seinen Brüdern davon, dass er seinen Vater entblößt im Rausch vorgefunden hatte. Auch hier lässt sich kein eindeutiges Vergehen Hams feststellen.

 

Das einzige, was man Ham dann vorwerfen könnte, wenn man davon ausgeht, dass sich außer den Vorgängen, von denen dieser Bericht ex pressis verbis erzählt, nichts Weiteres ereignet hatte, besteht vielleicht darin, dass es der Anstand erforderte, das zu tun, was dann später seine beiden Brüder getan haben, nämlich die Blöße ihres Vaters mit einem Überhang zu bedecken und nachdem es ihnen klar geworden war, dass ihr Vater tatsächlich entblößt dalag, das Gesicht von ihrem Vater abzuwenden.

 

Wenn wirklich – so wollen wir einmal unterstellen – eine Anstandsregel dieses Inhaltes gegolten hatte, so ist die Verletzung dieser Regel sicherlich keine schwere Sünde, die eine Verfluchung gerechtfertigt hätte. Sie war gewissermaßen eine lässliche Sünde und keine Todsünde oder wenn wir einen Vergleich mit der weltlichen Gerichtsbarkeit ziehen, könnten wir von einer Ordnungswidrigkeit, aber keinesfalls von einem Verbrechen sprechen, das vor einem ordentlichen Gericht abgeurteilt werden müsste.

 

Noch unverständlicher als die Schwere der Bestrafung ist jedoch der Umstand, dass ja dem Wortlaut dieser Erzählung nach nicht Ham, der sich unanständig benommen hatte, sondern sein Sohn Kanaan verflucht wurde. Was kann aber der Sohn dafür, dass sein Vater eine Anstandsregel verletzt hat, dies entspricht doch sicherlich nicht den allgemeinen Vorstellungen von Gerechtigkeit, wonach nur derjenige schuldig werden kann, der auch eine bestimmte verbotene Handlung begangen hat? Wer unschuldig ist, darf nicht bestraft werden, Sippenhaft ist stets ein Vorgehen, dass als äußerst ungerecht eingestuft werden muss. Beginnen wir aber zunächst damit, dass wir den genauen Text dieser Erzählung zur Kenntnis nehmen.

 

 

2. Der Text

 

Im Buch Genesis Kapitel 9 erfahren wir:

 

20  ‚Noach wurde der erste Ackerbauer und pflanzte einen Weinberg.

21  Er trank von dem Wein, wurde davon betrunken und lag entblößt in seinem Zelt.

22  Ham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und erzählte davon draußen seinen Brüdern.

 

23  Da nahmen Sem und Jafet einen Überwurf; den legten sich beide auf die Schultern, gingen rückwärts und bedeckten die Blöße ihres Vaters. Sie hatten ihr Gesicht abgewandt und konnten die Blöße des Vaters nicht sehen.

 

24  Als Noach aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, was ihm sein zweiter Sohn angetan hatte,

25  sagte er: Verflucht sei Kanaan. Der niedrigste Knecht sei er seinen Brüdern.

26  Und weiter sagte er: Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems, Kanaan aber sei sein Knecht.

27  Raum schaffe Gott für Jafet. In Sems Zelten wohne er, Kanaan aber sei sein Knecht.

 

 

3. Interpretation

 

Zum besseren Verständnis über den Sinn der hier zu behandelnden Erzählung wollen wir uns die Vorgeschichte etwas genauer anschauen und das Leben Noahs bis zu diesem Zeitpunkt in Erinnerung rufen. In der Genesis, im Kapitel 5 heißt es:

 

28  Lamech war hundertzweiundachtzig Jahre alt, da zeugte er einen Sohn

29  und nannte ihn Noach (Ruhe). Dabei sagte er: Er wird uns aufatmen lassen von unserer Arbeit und von der Mühe unserer Hände um den Ackerboden, den der Herr verflucht hat.

30  Nach der Geburt Noachs lebte Lamech noch fünfhundertfünfundneunzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

31  Die gesamte Lebenszeit Lamechs betrug siebenhundertsiebenundsiebzig Jahre, dann starb er.

32  Noach zeugte im Alter von fünfhundert Jahren Sem, Ham und Jafet.‘

 

In Kapitel 6 erfahren wir dann:

 

5  ‚Der Herr sah, dass auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war.

6  Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh.

7  Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels, denn es reut mich, sie gemacht zu haben.

8  Nur Noach fand Gnade in den Augen des Herrn….

 

11  Die Erde aber war in Gottes Augen verdorben, sie war voller Gewalttat.

12  Gott sah sich die Erde an: Sie war verdorben, denn alle Wesen aus Fleisch auf der Erde lebten verdorben.

13  Da sprach Gott zu Noach: Ich sehe, das Ende aller Wesen aus Fleisch ist da; denn durch sie ist die Erde voller Gewalttat. Nun will ich sie zugleich mit der Erde verderben.

14  Mach dir eine Arche aus Zypressenholz! Statte sie mit Kammern aus, und dichte sie innen und außen mit Pech ab!...

 

17  Ich will nämlich die Flut über die Erde bringen, um alle Wesen aus Fleisch unter dem Himmel, alles, was Lebensgeist in sich hat, zu verderben. Alles auf Erden soll verenden.

18  Mit dir aber schließe ich meinen Bund. Geh in die Arche, du, deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne!...

 

In Kapitel 8 und 9 lesen wir, nachdem die Flut über die Erde gekommen war und Noah schließlich gerettet und die Arche verlassen hatte:

 

20  Dann baute Noach dem Herrn einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar.

21  Der Herr roch den beruhigenden Duft und der Herr sprach bei sich: Ich will die Erde wegen des Menschen nicht noch einmal verfluchen; denn das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an. Ich will künftig nicht mehr alles Lebendige vernichten, wie ich es getan habe.

22  So lange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

 

9,1 Dann segnete Gott Noach und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, vermehrt euch und bevölkert die Erde! 

2  Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind sie übergeben.

3  Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen. Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen.

4  Nur Fleisch, in dem noch Blut ist, dürft ihr nicht essen.

5  Wenn aber euer Blut vergossen wird, fordere ich Rechenschaft, und zwar für das Blut eines jeden von euch. Von jedem Tier fordere ich Rechenschaft und vom Menschen. Für das Leben des Menschen fordere ich Rechenschaft von jedem seiner Brüder.

6  Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut wird durch Menschen vergossen. Denn: Als Abbild Gottes hat er den Menschen gemacht.

7  Seid fruchtbar und vermehrt euch; bevölkert die Erde und vermehrt euch auf ihr! 

8  Dann sprach Gott zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren:

9  Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen

10  und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind.‘

 

In diesem neuen Bund ist nur von zwei Verboten ex pressis verbis die Rede. Sie sollen kein noch blutendes Fleisch essen und kein Mensch darf von einem andern Menschen getötet werden.

 

Im Rahmen der Gesetzgebung des Buches Leviticus wird die genannte Bestimmung von Gen 9,4-6  näher entfaltet. Hier wird das Verbot des Blutgenusses und Blutvergießens begründet: „Die Lebenskraft des Fleisches sitzt im Blut.“ (Lev 17,11; vgl. Dtn 12,6.23-24). Deswegen muss das Tier ausgeblutet werden (Lev 17,13).

 

Neben dem Verbot, blutendes Fleisch zu essen, wird in dem Bund Gottes mit Noah allein das Verbot ausgesprochen, dass das menschliche Leben heilig ist und dass deshalb kein Mensch einen anderen töten darf. Von Regeln, welche das geschlechtliche Miteinander der Menschen regelt, ist somit bei diesem Bund zumindest nicht ausdrücklich gesprochen worden.

 

 

4. Die Schwere der Tat

 

Befassen wir uns nun etwas ausführlicher mit der Schwere der in diesem Bericht erzählten Tat. Wir hatten bereits festgestellt: es mögen sich vielleicht in der Zwischenzeit gewisse Anstandsregeln herausgebildet haben, welche verlangen, dass jeder, der einen Mitmenschen entblößt liegen sieht, diesen die Blöße zu bedecken und dann rückwärts den Raum zu verlassen hat. Hierbei handelt es sich um eine Missachtung dieser Regel, welche sicherlich nicht ein so starkes Vergehen darstellt, das mit dieser Schärfe – nämlich diesen Menschen für alle Zeit zu verfluchen und ihm eine andauernde Knechtschaft zu verheißen– zu bestrafen ist.

 

Vor allem ist es ja in dieser Erzählung nicht Gott, der diese Strafe ausspricht, sondern Noah, den zumindest eine Teilschuld an dieser Missachtung zufällt. Schließlich hat er es unterlassen, sich entsprechend diesen Regeln gesittet niederzulegen, sodass ihn auch niemand entblößt hätte sehen  können.

 

Auch dann, wenn wir Noah zubilligen können, dass er von der Wirkung des Traubensaftes vielleicht noch nichts gewusst hatte und er also zum ersten Mal die Wirkung dieses Getränkes an seinem Leib verspürt hatte, bleibt bestehen, dass er, der in gleicher Weise – objektiv betrachtet – diese Regeln missachtet hat, sicherlich nicht das Recht besitzt, seine Nachkommen zu tadeln, auch für Hamm muss ja wohl gelten, dass er von der Nacktheit seines Vaters überrascht  wurde und vermutlich zum ersten Mal mit dieser Situation konfrontiert wurde.

 

Wenn uns aber diese Erzählung trotzdem den Eindruck vermitteln will, dass hier ein schweres Vergehen vorliegt, das eine so harte Strafe verdient, dann müssen wir überprüfen, ob vielleicht ein ganz anderes Vergehen als hier geschildert wird, vorliegt, nur dass eben in dieser Erzählung nicht expressis verbis von diesem Vergehen berichtet wird.

 

Vielleicht können wir davon ausgehen, dass den Zuhörern dieser Erzählungen bewusst war, dass hinter diesen Andeutungen ein sehr viel gewichtigeres Vergehen angesprochen wurde, sodass es gar nicht eigens ausgesprochen werden musste und wir können vielleicht auch vermuten, dass dieses in Wirklichkeit verübte Vergehen als so gravierend empfunden wurde, dass die Erzähler dieser Geschichte es nicht einmal wagten, dieses Verbrechen mit Namen zu nennen.

 

Es liegt hier ein ähnliches Verhalten vor wie auch beim Aussprechen etwas Heiligem, wie etwa dem Namen Gottes. Im Allgemeinen wird im Alten Testament der Name Gottes nicht eigens ausgesprochen, sondern umschrieben unter Vermeidung des eigentlichen Namen Gottes. Gott ist das ganz andere Wesen, den menschlichen Eigenschaften so entgegengesetzt, sodass wir Menschen nie in der Lage sind, mit unseren Begriffen auch nur annähernd Gottes Wesen zu beschreiben, also verzichtet man auch darauf, den Namen Gottes auszusprechen. In dem wir Begriffe bilden, machen wir uns mit der Namensgebung das in den Begriffen Dargestellte in gewissem Maße zu eigen. Wir sind aber niemals berechtigt, uns Gott zu eigen zu machen.

 

In ähnlichem Sinne wird oftmals auch gehandelt, wenn ein besonders schweres Verbrechen oder ganz allgemein das Böse zur Sprache kommt. Auch hier begegnen wir dem Brauch, z. B. den Namen des Teufels nicht auszusprechen, sondern auch hier nur zu umschreiben.

 

Dieser Deutung entspricht es dann auch, dass – wie wiederholt dargelegt  – sich die Heilige Schrift niemals als eine protokollarische Niederschrift ganz bestimmter historischer Ereignisse versteht. Es geht in der Heiligen Schrift immer nur um die Glaubenswahrheiten. Und Schilderungen über Ereignisse dienen dann immer nur dazu, diese oft schwer verstehbaren Glaubenswahrheiten auf dem Wege dieser gleichnishaft erzählten Berichte dem Zuhörer (dem Leser) näher zu bringen.

 

Wenden wir diesen Gedanken auf unsere Erzählung an, dann steht nicht im Vordergrund die Frage, ob sich Ham tatsächlich wie in diesem Bericht erzählt genauso verhalten hat, diese Erzählung wird vielmehr dazu benutzt, eine grundsätzliche Frage anzusprechen. Und hier ist es dann auch nicht von Bedeutung, ob der Verlauf dieser Begebenheit genauso geschehen ist, wie hier im Alten Testament berichtet wird, wichtig allein ist die Aussage, wie sich Menschen in bestimmten Situationen zu verhalten haben; und wenn den Lesern oder Zuhörern von vornherein klar ist, dass mit dieser Erzählung eine nicht eigens ausführlich beschriebene Tat gemeint ist, können wir trotzdem davon ausgehen, dass mit dieser gleichnishaften Erzählung ganz bestimmte nicht eigens erwähnte Sünden angesprochen wurden.

 

Und zur richtigen Deutung dieser Erzählung dient es, dass wir uns nochmals daran erinnern, warum denn Gott in der Sintflut die bisherigen Menschen mit Ausnahme Noahs und seiner Familie auszulöschen beabsichtigte: ‚Die Erde aber war in Gottes Augen verdorben, sie war voller Gewalttat. Gott sah sich die Erde an: Sie war verdorben, denn alle Wesen aus Fleisch auf der Erde lebten verdorben‘.

 

Diese Textstelle ist sicherlich so zu deuten, dass die Menschen nicht nur gewalttätig waren und Mitmenschen umbrachten sondern auch, dass sie sich dem Fleische hingaben und sich offensichtlich – wie sehr viel später in Sodom und Gomorra geschildert –  in geschlechtlichen Perversionen ergingen.

 

In diesem Sinne kann dann auch vermutet werden, dass das eigentliche Vergehen, das in dieser Erzählung verhandelt wird, eben sich auf diese geschlechtlichen Perversionen bezog, diese Vergehen, um derentwillen Gott die Sintflut geschickt hatte, waren für Noah und seine Nachkommen noch so gegenwärtig, dass die bloße Andeutung dieser Untaten ausreichte, um zu verstehen, dass es in dieser Geschichte in Wirklichkeit um eben diese geschlechtlichen Handlungen ging.

 

Gerade aus diesen Gründen wird bisweilen vermutet, dass Ham oder vielleicht sogar seinem Sohn Kanaan in Wirklichkeit sogar vorgeworfen wird, sie hätten einen Beischlaf mit Noah versucht und damit Blutschande begangen. Schon von jeher wurde der Beischlaf zwischen den nächsten Verwandten (also hier zwischen Sohn und Vater oder Enkel und Großvater) als eines der schwersten Vergehen angesehen und deshalb auch stets wie ein Tabu behandelt wurde.

 

Und wenn es diese Perversionen waren, um derentwillen Gott zuvor die Sintflut über die Welt gebracht hatte, musste es als ein besonders schwerwiegendes und verhängnisvolles Verhalten angesehen werden, wenn nun ausgerechnet bei  einem der Söhne Noahs dieses sündhafte Verhalten hervortrat, um derentwillen Gott die Welt außer der Familie Noahs zuvor vernichtet hatte.

 

 

5. Bestrafung der Kinder?

 

Folgen wir dieser Interpretation, so wird sogar verständlich, warum nicht Ham, sondern sein Sohn Kanaan von Noah verflucht wird. Wir brauchen ja nur unterstellen, dass mit Ham zusammen auch Kanaan das Zelt seines Großvaters betreten hatte und dass es Kanaan war, der sich zu Noah ins Bett legte. Das Vergehen Hams bestünde dann nur darin, dass er offensichtlich dieses sündhafte Verhalten seines Sohnes nicht unterbunden hatte, sicherlich auch ein Vergehen, das aber natürlich nicht so schwer wiegt wie das Vergehen seines Sohnes.

 

Es leuchtet dann ohne weiteres ein, dass in erster Linie Kanaan bestraft wird und mit einem Fluch belegt wird. Auch Ham wird auf diese Weise indirekt bestraft, da er mit ansehen muss, dass sein Sohn gegenüber den Nachkommen seiner Brüder für alle Zeiten gedemütigt wird.

 

Es hat also zunächst den Anschein, als würde sich der zweite Widerspruch  auflösen, wonach Gott nämlich die Sünden der Väter an seinen Söhnen rächt und damit gegen die Gebote der Gerechtigkeit verstößt. Gerechtigkeit verlangt, dass nur derjenige zur Rechenschaft gezogen werden darf, der auch tatsächlich gesündigt hat.

 

Trotzdem können wir noch nicht von einer befriedigenden Auflösung dieses zweiten Widerspruches sprechen. Es ist ja auf der einen Seite nur eine Vermutung, dass sich in Wirklichkeit nicht Ham, sondern sein Sohn Kanaan schuldig gemacht hatte. Auf der anderen Seite begegnet uns die Feststellung, dass Gott die Sünden der Väter an seinen Söhnen rächt, auch immer wieder an anderen Stellen des Alten Testamentes.

 

Also ist es notwendig, uns ganz allgemein mit dieser Aussage, Gott bestrafe die Kinder für die Vergehen ihrer Väter, auseinanderzusetzen, zu groß ist der Widerspruch zu der ansonsten in der Heiligen Schrift immer wieder betonten Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes. Ist Gott gerecht und darüber hinaus barmherzig – und dass dies eine der grundsätzlichsten Wahrheiten der Heiligen Schrift darstellt, daran kann kein Zweifel bestehen – so muss diese Aussage, dass Gott die Sünden der Väter an den Kindern rächt, anders interpretiert werden.

 

Fragen wir uns als erstes nach den weiteren Stellen des Alten Testamentes, in denen davon gesprochen wird, Gott ahnde die Sünden der Väter an ihren Söhnen. Bereits im 2. Buch Moses heißt es in Kapitel 20:

 

5 ‚Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation.‘

 

Und dieser Ausspruch begegnet uns im 34. Kapitel des Exodus nochmals:

 

7 ‚Er bewahrt Tausenden Huld, nimmt Schuld, Frevel und Sünde weg, lässt aber (den Sünder) nicht ungestraft; er verfolgt die Schuld der Väter an den Söhnen und Enkeln, an der dritten und vierten Generation.

 

Im dritten Buch Moses, dem Levitikus Kapitel 26 wird dieser Grundgedanke nun ausführlicher begründet. Wir lesen dort:

 

39 ‚Diejenigen von euch, die dann noch überleben, siechen dahin in den Ländern eurer Feinde wegen ihrer Sünden, auch wegen der Sünden ihrer Väter, sodass sie, gleich ihnen, dahinsiechen.

40  Dann werden sie die Schuld eingestehen, die sie selbst und ihre Väter begangen haben durch ihren Treubruch und auch dadurch, dass sie mir feindlich begegnet sind,

41  sodass auch ich ihnen feindlich begegnete und sie in das Land ihrer Feinde führte. Ihr unbeschnittenes Herz muss sich dann beugen und ihre Sünden müssen sie sühnen.

42  Dann werde ich meines Bundes mit Jakob gedenken, meines Bundes mit Isaak und meines Bundes mit Abraham und ich werde meines Landes gedenken.

43  Das Land aber muss von ihnen verlassen werden und seine Sabbate ersetzt bekommen, indem es ohne seine Bewohner verödet daliegt. Sie sollen ihre Schuld sühnen, weil sie immer wieder meine Vorschriften missachtet und meine Satzungen verabscheut haben.

44  Aber selbst wenn sie im Land ihrer Feinde sind, werde ich sie nicht missachten und sie nicht verabscheuen, um ihnen etwa ein Ende zu machen und meinen Bund mit ihnen zu widerrufen; denn ich bin der Herr, ihr Gott.

45  Ich werde zu ihren Gunsten des Bundes mit den früheren Generationen gedenken, die ich vor den Augen der Völker aus Ägypten herausgeführt habe, um ihr Gott zu sein, ich, der Herr.

 

Diese Stelle ließt sich nun ganz anders: Es wird hier davon gesprochen, dass die Israeliten in den Ländern ihrer Feinde dahinsiechen vor allem wegen ihrer eigenen Sünden. Es wird zwar in einem Nebensatz hinzugefügt, dass sie auch wegen der Sünden ihrer Väter dieses Leid erdulden müssen; es wird aber dann sofort hinzugefügt, dass sie gleich den Vätern für ihre Sünden bestraft werden.

 

Wir wollen also festhalten, dass die Nachkommen in erster Linie wegen ihrer eigenen Sünden bestraft werden. Der Hinweis auf die Sünden der Väter dient dann in erster Linie dazu, dass die Söhne genauso wie ihre Väter für die eigenen Sünden bestraft werden, dass sie also mit anderen Worten nicht bereits deshalb für ihre Sünden entlastet sind, weil auch ihre Väter diese Sünden begangen haben und sie deshalb nur ein Verhalten gezeigt haben, das sie von ihren Vätern übernommen haben. Der Hinweis, dass ja auch bereits die Väter diese Sünden begangen haben, reicht nicht aus, die Sünden der Kinder geringer werden zu lassen. Die Gebote Gottes gelten für alle, die Schuld des Einzelnen wird nicht dadurch geringer, dass ja auch die andern (in unserem Falle die Väter) diese Untaten auch schon begangen haben.

 

Und Gott fährt an dieser Textstelle fort, dass er die Kinder, welche wegen der Sünden ihrer Väter mit diesen in die babylonische Gefangenschaft geführt worden sind, keinesfalls missachtet und verabscheut und sie auch nicht weiter bestraft, vielmehr wird er zu ihren Gunsten des Bundes mit den früheren Generationen gedenken und diesen Bund fortsetzen.

 

Der Hinweis auf die babylonische Gefangenschaft macht ein Weiteres deutlich. Wir müssen unterscheiden zwischen einer Bestrafung eines Sünders und den tatsächlichen Folgen eines sündhaften Verhaltens. Wird ein Mensch wegen seiner Vergehen bestraft, so handelt es sich um Auswirkungen, welche nicht automatisch aufgrund naturgesetzlicher Zusammenhänge eintreten, sondern um Auswirkungen, die Gott (oder im Rahmen der weltlichen Gerichtsbarkeit der Staat bzw. der Richter im Namen der Volksgemeinschaft) eigens auslöst, um den Sünder für seine Sünden zu bestrafen.

 

Von diesen von Gott oder dem Gesetzgeber bewusst gesetzten Strafen sind die Auswirkungen zu unterscheiden, welche sich aufgrund eines sündhaften Verhaltens und der hierdurch ausgelösten naturgesetzlichen Zusammenhänge ergeben.

 

Folgen wir dem Text des Alten Testamentes, hat Gott wegen der zahlreichen Sünden der Israeliten zugelassen, dass die Babylonier die Einwohner Judas vernichtend schlagen und in die babylonische Gefangenschaft geführt werden konnten. Die Heilige Schrift spricht hierbei davon, dass Gott auf diese Weise die Juden wegen ihrer Sünden bestraft hat.

 

Dass nun auch die Kinder der verschleppten Israeliten das Leid ihrer Eltern zu teilen haben, obwohl sie ja gar nicht an den Sünden der Eltern beteiligt waren, liegt hingegen nicht primär daran, dass Gott nun diese Kinder erneut bestraft, sondern ist eine natürliche Folge davon, dass die Eltern dieser Kinder in der Verbannung leben.

 

Insofern ist es richtig, dass die Nachkommen durch das Verhalten ihrer Eltern beeinträchtigt werden, genauso wie natürlich auch ein anderes Verhalten der Eltern den Kindern Reichtum bescheren kann. Der Umstand, dass Hitler mit Billigung einer großen Zahl der damaligen Deutschen mutwillig einen Weltkrieg ausgelöst hat und diesen Krieg schließlich verloren hat, wirkt sich nicht nur auf die damals lebende und zum Teil schuldig gewordene Generation, sondern notwendiger Weise auch auf die nachfolgenden Generationen, die zur Zeit des 2. Weltkrieges noch gar nicht geboren waren und deshalb auch keine Schuld für diese Auswirkungen haben können, trotzdem aus.

 

In gleicher Weise kann jedoch auch die heutige Generation davon profitieren, dass die vergangenen Generationen es erreicht haben, dass sich die Bundesrepublik zu einer Wohlstandsgesellschaft entwickeln konnte. Dass es den meisten heute lebenden Bürger der BRD materiell wesentlich besser geht als heutzutage fast allen Einwohnern in den Entwicklungsländern der gesamten Welt, hat wiederum nur zu dem geringsten Teil mit dem Verhalten sowohl der heute lebenden  deutschen Bürger wie auch der heutigen Menschen in den armen Ländern zu tun.

 

Diese Unterscheidung zwischen einer von Gott bzw. dem Gesetzgeber gesetzten Strafe und den Auswirkungen eines Handelns aufgrund naturgesetzlicher Gegebenheiten ist bereits im Schöpfungsbericht der Genesis angesprochen. Nachdem Gott für die ersten Menschen das Paradies eingerichtet hatte, gab er ihnen nur ein einziges, wesentliches Gebot: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr essen, nur nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; denn, wenn ihr von den Früchten dieses Baumes esst, werdet ihr sterben.

 

Diese Aussage, ‚ihr werdet sterben, wenn ihr euch nicht an mein Gebot hält, ist in allererster Linie gar nicht so sehr als eine von Gott gesetzte Strafe zu verstehen, sondern zunächst eine Feststellung, dass ihr Handeln in diesem Falle bestimmte durch die Naturgesetzte festgelegten Auswirkungen haben wird. Es ist nämlich nicht möglich, dass die im Paradies vorhandenen Nahrungsmittel ausreichen werden, wenn die Menschen auf der einen Seite ewig leben, auf der anderen Seite aber sich in starkem Maße durch geschlechtlichen Verkehr vermehren.

 

Eines Tages muss notwendiger Weise bei einer beliebigen Vermehrung der Menschen der Nahrungsspielraum des Paradieses erschöpft sein, sodass dann notwendiger Weise die Menschen auf der einen Seite im Schweiße ihres Angesichts dem Boden die Früchte entringen müssen und der Umstand, dass eben der Nahrungsspielraum eines Tages nicht mehr ausreicht, um alle Menschen zu ernähren, hat notwendiger Weise zur Folge, dass Menschen vor Hunger sterben.

 

Hier wird in der symbolischen Erzählung von Adam und Eva wiederum darauf hingewiesen, dass die Handlungen der vorhergehenden Generationen die nachfolgenden Generationen belastet. Und diese Belastung kann dann von den Kindern und Kindern als eine Art Bestrafung verstanden werden, welche von diesen Nachkommen als äußerst ungerecht angesehen wird, da sie ja selbst für diese Übertretungen der ersten Menschen nicht verantwortlich sind.

 

So kam es auch, dass in diesem Zusammenhange von einer Erbsünde gesprochen wurde, welche alle Menschen betreffe. In Wirklichkeit kann jedoch aus logischen Gründen niemals in diesem Zusammenhange von Sünde gesprochen werden, da man nur dann von Sünde sprechen kann, wenn ein Mensch für eine bestimmte Handlung verantwortlich ist, also dieses Ereignis hätte verhindern können.

 

In Wirklichkeit kann aber im Zusammenhang mit dem Verhalten der ersten Menschen nur davon gesprochen werden, dass die nachfolgenden Menschen die Konsequenzen mit tragen müssen, welche die Handlungen Adam und Evas aus logischen Gründen und aufgrund naturgesetzlicher Zusammenhänge zur Folge hatten.

 

Belastet werden die nachfolgenden Menschen zwar dadurch, dass auch sie nicht mehr in einem Paradies leben und dass gerade die hierdurch hervorgerufene Knappheit eine gewisse Veranlagung zu sündigem Handeln (morden, rauben und täuschen) hervorruft. Aber auch hier gilt, dass Gott die Menschen immer nur dann bestraft, wenn sie diesen Neigungen folgen und die Weisungen Gottes bewusst übertreten.

 

Im Buch Numeri findet sich eine weitere Erläuterung der Aussage, Gott bestrafe die Menschen bis zum dritten oder sogar vierten Glied. Dort heißt es nämlich in Kapitel 14:

 

10 ‚Doch die ganze Gemeinde drohte Mose und Aaron zu steinigen. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn am Offenbarungszelt allen Israeliten,

11  und der Herr sprach zu Mose: Wie lange verachtet mich dieses Volk noch, wie lange noch wollen sie nicht an mich glauben trotz all der Zeichen, die ich mitten unter ihnen vollbracht habe?

12  Ich will sie mit der Pest schlagen und vertreiben; aber dich will ich zu einem Volk machen, das größer und mächtiger ist als dieses.

 

13  Da antwortete Mose dem Herrn: Die Ägypter werden hören, dass du dieses Volk mit deiner Kraft aus ihrer Mitte hierher geführt hast,

14  und sie werden zu den Einwohnern dieses Landes sagen, sie hätten gehört, dass du, Herr, mitten in diesem Volk warst, dass du, Herr, sichtbar erschienen bist, dass deine Wolke über ihnen stand, dass du ihnen bei Tag in einer Wolkensäule und bei Nacht in einer Feuersäule vorangegangen bist,

15  dass du dann aber dieses Volk wie einen einzigen Mann umgebracht hast. Wenn sie das alles über dich hören, werden die Völker sagen:

16  Weil Jahwe nicht imstande war, dieses Volk in das Land zu bringen, das er ihnen mit einem Eid zugesichert hatte, hat er sie in der Wüste abgeschlachtet.

17  Gerade jetzt sollte sich die Kraft meines Herrn in ihrer ganzen Größe zeigen, wie du gesagt hast:

18  Ich bin Jahwe, langmütig und reich an Huld, der Schuld und Frevel wegnimmt, der aber (den Sünder) nicht ungestraft lässt, der die Schuld der Väter an den Söhnen verfolgt, an der dritten und vierten Generation: 

19  Verzeih also diesem Volk seine Sünde nach deiner großen Huld, wie du diesem Volk auch schon bisher vergeben hast, von Ägypten bis hierher.

 

20  Da sprach der Herr: Ich verzeihe ihm, da du mich bittest.‘

 

Hier wird zwar zunächst auch davon gesprochen, dass Gott die Sünden der Väter an den Söhnen bis zur dritten und vierten Generation verfolgt. Aber wir erfahren dann in den folgenden Zeilen, dass Gott diese Absicht gar nicht vollzieht. Am Ende dieses Abschnittes steht der Satz, dass Gott den Menschen verzeiht, dass er Schuld und Frevel wegnimmt, wenn die Menschen darum bitten. Und dies ist sicherlich so zu verstehen, dass mit der Bitte um Verzeihung die Reue und die Bereitschaft zur Umkehr verbunden ist.

 

Zwar sind es an dieser Stelle nicht diejenigen Menschen, welche gesündigt haben und um Verzeihung bitten, sondern es ist Moses, der Gott um Gnade für die Sünder bittet. Moses handelt hier aber offensichtlich stellvertretend für die Sünder und wir können davon ausgehen, dass Gott diese Bitte nur deshalb erhört, weil davon ausgegangen werden kann, dass auch die Sünder selbst ihre Sünden bereuen.

 

Auch hier wiederum erfahren wir, dass Gott nur dann die Kinder und Kindeskinder bestraft, wenn sie in dem sündigen Verhalten, das auch schon ihre Väter gezeigt haben, fortfahren und nicht ihre (eigenen) Sünden bereuen.