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Gliederung der Vorlesung:

 

01. Einführung                    

02. Das Ziel der Vollbeschäftigung

03. Das Ziel der Geldwertstabilität

04. Das Ziel eines angemessenen wirtschaftlichen Wachstums

05. Die theoretischen Grundlagen der Beschäftigungspolitik

06. Die theoretischen Grundlagen der Stabilisierungspolitik

07. Die theoretischen Grundlagen der Wachstumspolitik

08. Die geld- und außenwirtschaftspolitischen Mittel

09. Die finanzpolitischen Mittel

10. Die einkommenspolitischen Mittel

11. Institutionelle Maßnahmen

12. Die Träger der Konjunktur- und Wachstumspolitik

 

 

Kapitel 7: Die theoretischen Grundlagen der Wachstumspolitik Teil II

 

 

 

Gliederung:

 

01. Wachstumstheorie ausreichende Grundlage?

02. Die wichtigsten Bestimmungsgründe des Wachstums

03. Die Bedeutung der natürlichen Ressourcen

04. Die quantitative Vermehrung der Arbeitsmenge

05. Die Verbesserung der Arbeitsqualität

06. Intensives Wachstum und Arbeitskräfteeinsatz

07. Kapital und postkeynesianische Wachstumstheorie

08. Kapital und neoklassische Wachstumstheorie

09. Sparförderung versus Investitionsförderung

10. Wirtschaftliches Wachstum und Kapitalstruktur

11. Die Rolle des technischen Fortschrittes

12. Stagnation aufgrund einer zu geringen Nachfrage?

 

 

 

07. Kapital und postkeynesianische Wachstumstheorie

 

Die Bedeutung des Kapitaleinsatzes für die Wachstumsrate des Inlandsprodukts ergibt sich – wenn man die keynesianische Theorie zugrunde legt – aus folgenden Gleichungen: Ausgangspunkt ist die Identitätsgleichung:

 

I = S,

wobei I der Investitionssumme und S der Sparsumme entspricht.

 

Wir setzen nun die Determinanten von S und I ein. Als Wachstumsgröße verstanden stellt das Investitionsvolumen (I) nichts anderes dar als die Veränderung des Kapitaleinsatzes (dK). 

I = dK

 

Der Kapitaleinsatz (dK) kann einerseits zunehmen, weil pro Inlandsprodukteinheit ein größerer Kapitaleinsatz (dK/dY) benötigt wird, andererseits deshalb, weil das Inlandsprodukt (dY) gestiegen ist:

 

dK  = dK/dY * dY 

 

 

Da im Rahmen einer keynesianischen Theorie die Sparsumme (S) allein von der Höhe des Volkseinkommens (Y) abhängt, können wir den Ausdruck (S) durch den Ausdruck: (s * Y) ersetzen:

              

S = s * Y

 

 

Wir setzen nun die so gewonnenen Werte für S und I in die Identitätsgleichung ein:

              

 

Weiterhin isolieren wir (s), indem wir beide Seiten der Gleichung durch (Y) dividieren:

 

 

dK/dY entspricht jedoch dem Kapitalkoeffizienten (ß):

 

 

dK/dY =  ß            

 ß: Kapitalkoeffizient                                    

 

 

Setzen wir den Wert für (dK/dY) in unsere Gleichung ein und bringen diesen Ausdruck auf die rechte Seite, erhalten wir schließlich die Gleichgewichtsbedingung der keynesianischen Wachstumstheorie:

 

dY/Y = s/ß

 

Die Wachstumsrate des Inlandsproduktes hängt also im Rahmen der keynesianischen Theorie allein von zwei Faktoren ab. Steigt die Sparquote, so kann nur dann ein gleichgewichtiges Wachstum erreicht werden, wenn auch die Wachstumsrate des Inlandsproduktes ansteigt. Wenn jedoch der Kapitalkoeffizient ansteigt, muss die Wachstumsrate des Inlandsproduktes sinken, soll ein gleichgewichtiges Wachstum ermöglicht werden.

 

Es wird im Allgemeinen im Rahmen der keynesianischen Theorie von der Annahme ausgegangen, der Kapitalkoeffizient sei zumindest in kurzfristiger Sicht konstant. Der alleinige Bestimmungsgrund des Wachstums ist unter dieser Annahme also die Ersparnis.

 

Dies bedeutet allerdings nicht, dass damit die Grundaussage von Keynes, wonach Sparen eine Belastung der Volkswirtschaft bedeute, da Sparen zu Arbeitslosigkeit führe, in ihr Gegenteil verwandelt wurde, indem Sparen nun als wachstumssteigernd und damit als Tugend anzusehen sei.

 

Wir erinnern uns: Keynes geht davon aus, dass immer dann, wenn die Sparsumme die Investitionssumme übersteigt, die Sparsumme an die zu geringe Investitionssumme dadurch angepasst wird, dass das Einkommen solange sinkt, bis die Sparsumme der Investitionssumme entspricht. Somit wird die Wachstumsrate des Inlandsproduktes letzten Endes von der Höhe der Investition bestimmt. Und es ist dann die Investition, welche eine Steigerung der Ersparnis erzwingt.

 

Folgende politische Schlussfolgerungen wurden aus diesen Überlegungen gezogen: Ein Wachstum des Inlandsproduktes lässt sich vor allem durch Investitionsanreize erzielen. Kritisch anzumerken ist allerdings, dass eine Zunahme der Investition selbst wiederum zu einer Zunahme des Kapitalkoeffizienten führen kann und dass auf diese Weise wiederum die Chancen für ein wirtschaftliches Wachstum vermindert werden können. In diesem Falle wird also bezweifelt, ob der Kapitalkoeffizient tatsächlich als konstant angesehen werden kann.

 

 

08. Kapital und neoklassische Wachstumstheorie

 

R. M. Solow und J. Meade vertreten hierzu im Gegensatz folgende Ansicht:

 

Nur das Wachstumsniveau und nicht die Wachstumsrate hängen von der Höhe des Kapitaleinsatzes ab. Ausgangspunkt bildet eine Produktionsfunktion vom Typ Cobb-Douglas:

 

X  =  b*Aa *K1-a

 

·        X :     reales Sozialprodukt

·        A :    Arbeitseinsatz in Stunden

·        K :    Kapitaleinsatz in Mengeneinheiten

·        b,α : Strukturparameter.

 

Folgende Annahmen werden nun getroffen:

 

Das Inlandsprodukt ist von der Arbeit (A) und dem Kapital (K) abhängig.

 

Es existiert ein neutraler technischer Fortschritt.

 

Eine partielle Differenziation der Produktionsfunktion: X  =  b*Aa *K1-a    ergibt:

 

 

                     

 

Das totale Differenzial hingegen ergibt sich aus der Summe der partiellen Ableitungen:

 

Wir kürzen die Gleichung durch X und erhalten:

 

Wenn wir nun einen neutralen technischen Fortschritt unterstellen, stimmen die Wachstumsraten des Kapitals und des Inlandsproduktes überein, denn K/X ist nur konstant, wenn dX/X = dK/K.     

 

Ausgangspunkt unserer Analyse sei die totale Differenziation von X:

dX/X= [a * dA /A] +[(1- a) * dK /K] + [ db/b].

 

Wir ersetzen nun  dK/K durch dX/X:

dX/X= [a * dA /A] +[(1- a) * dX/X] + [ db/b]

 

Wir bringen die X-Terme auf die linke Seite:

dX/X  - [(1- a) * dX/X] = [a * dA /A] + [ db/b]

 

durch Division der gesamten Gleichung durch α ergibt sich schließlich:

dX/X  = dA /A + (db/b)/ a

 

Als Folge erhalten wir: Die Wachstumsrate des Inlandsproduktes ist unabhängig von der Höhe des Kapitaleinsatzes, da in unserer Gleichung die Wachstumsrate des Inlandsproduktes (dX/X) nur noch von der Wachstumsrate der Arbeitnehmer (dA/A) sowie der Veränderung des Wachstumsfaktors (db/b) im Verhältnis zur Elastizität des Arbeitseinsatzes in Bezug auf das Inlandsprodukt (a) bestimmt wird.

 

Eine weitere Folge dieses Ansatzes besteht weiterhin darin, dass das intensive Wachstum nur noch vom technischen Fortschritt abhängt. Das intensive Wachstum bezieht sich ja auf die Arbeitsproduktivität  und wir gelangen zu der Wachstumsrate der Arbeitsproduktivität dadurch, dass wir das Inlandsprodukt auf den Arbeitseinsatz beziehen. Wenn wir also in obiger Gleichung beide Seiten durch die Wachstumsrate des Faktors Arbeit (dA/A) dividieren, wird deutlich, dass das intensive Wachstum (dXint/X) nur noch vom technischen Fortschritt ((db/b)/ a) abhängt:

dXint/X  = (db/b)/ a

 

An diesen Schlussfolgerungen lässt sich jedoch eine mehrfache Kritik üben:

 

1. Zwar ist es richtig, dass unter den Annahmen der neoklassischen Wachstumstheorie die allgemeine Wachstumsrate nicht unmittelbar vom Kapitaleinsatz abhängt. Es besteht aber trotzdem eine indirekte Abhängigkeit. Ein doppelt so hoher Kapitaleinsatz führt auch ceteris paribus zu einem doppelt so hohen Inlandsprodukt.

 

2. Diese Schlussfolgerungen der neoklassischen Theorie setzen eine Cobb-Douglas-Produktions­funktion voraus. Zwar haben empirische Untersuchungen gezeigt, dass in der Industrie sehr oft Bedingungen vorliegen, aufgrund derer die Produktionsbedingungen mit Hilfe einer Cobb-Douglas-Produktionsfunktion recht gut umschrieben werden können. Damit ist jedoch nicht bewiesen, dass in der Realität nur solche Produktionsfunktionen vorliegen.

 

Wir hatten bereits darauf hingewiesen, dass die Klassiker der Wirtschaftstheorie von einer etwas anderen Produktionsfunktion ausgingen. Sie unterstellten, dass die Durchschnitts- und Grenzkosten zunächst bei wachsender Produktion zurückgehen und erst ab einer kritischen Produktionsmenge ebenfalls ansteigen. Begründet wurde diese Annahme mit der durchaus plausiblen Erklärung, dass es je nach Technik ein ganz bestimmtes, optimales Einsatzverhältnis der Produktionsfaktoren gebe mit der Folge, dass diesseits wie jenseits dieser kritischen Produktionsmenge die Stückkosten ansteigen.

 

Wenn man nun allerdings unterstellen könnte, dass die Unternehmer in aller Regel in dem aufsteigenden Ast der Kostenfunktion produzieren, könnte man nachwievor die Annahmen der Cobb-Douglas-Produktionsfunktion unterstellen.

 

In der Realität wurden jedoch in den letzten Jahrzehnten Stagflationsprozesse festgestellt, die dadurch gekennzeichnet sind, dass bei einem Rückgang der Produktion die Preise ansteigen, dass also zur gleichen Zeit eine Stagnation und eine Inflation beobachtet werden kann. Erklärt werden kann dieses Phänomen damit, dass der Anteil der Fixkosten extrem hoch ist.

 

Fixkosten zeichnen sich dadurch aus, dass die fixen Stückkosten bei wachsender Produktion stets zurückgehen. Ist somit der Anteil der Fixkosten hoch, so kann damit gerechnet werden, dass auch die gesamten Durchschnittskosten bei wachsender Produktion sinken und dass deshalb bei einem Rückgang der Produktion in der Tat die Stückkosten und mit ihnen die Preise ansteigen. Und dies wiederum bedeutet, dass keine Cobb-Douglas-Produktionsfunktion vorliegen kann, da diese stets zu einem Anstieg der Stückkosten bei wachsender Produktion führt.

 

Bei anderen Produktionsfunktionen kann jedoch auch die Wachstumsrate sehr wohl vom Kapitaleinsatz abhängen. Der Nachweis, dass der Kapitaleinsatz bei Unterstellung einer Cobb-Douglas-Produktionsfunktion für die Bestimmung der Wachstumsrate keine Rolle spielt, konnte ja nur deshalb erbracht werden, weil aufgrund ganz bestimmter Annahmen die Potenzen des Arbeits- und des Kapitaleinsatzes gerade eins ergeben. Bei anders gearteten Produktionsfunktionen kann die Summe dieser Potenzen sehr wohl von eins abweichen und in diesem Falle lässt sich der Kapitaleinsatz in der Gleichgewichtsformel nicht mehr herauskürzen.

 

3. Eine Abhängigkeit der Wachstumsrate des Inlandsproduktes vom Kapitaleinsatz ergibt sich darüber hinaus auch bei einem sogenannten verkörperten technischen Fortschritt. Man spricht von einem verkörperten technischen Fortschritt immer dann, wenn sich der technische Fortschritt automatisch aufgrund der Produktion ergibt. Im Verlaufe der Produktion werden die Mängel des bisherigen Verfahrens offenkundig und es entwickeln sich hieraus Bemühungen, diese Mängel durch Änderung der Technik zu beseitigen oder zumindest zu verringern. Auf diese Weise kann man davon sprechen, dass sich im Zuge der Produktion die Erwünschtheit technischer Verbesserungen automatisch ergibt.

 

Und man kann unterstellen, dass die Summe dieser möglichen automatisch erwachsenden Erfindungen mit dem Kapitaleinsatz ebenfalls ansteigt. Dies bedeutet aber, dass ein vermehrter Kapitaleinsatz eine höhere Produktion hervorruft und dass auf diese Weise der technische Fortschritt angeregt wird. Ein höherer Kapitaleinsatz kann somit über einen verkörperten technischen Fortschritt sehr wohl zu einer Steigerung der Wachstumsrate führen.

 

 

09. Sparförderung versus Investitionsförderung

 

Als Ausgangspunkt unserer Überlegungen gelte die Schlussfolgerung der keynesianischen Wachstumstheorie: Das Wachstum sei abhängig vom Kapitaleinsatz:

 

               dY/Y = s/ß

 

Wir haben bereits weiter oben festgestellt, dass diese These nicht den Schluss erlaubt, dass nun Sparen auch in der keynesianischen Theorie als Tugend und somit als erwünscht zu gelten hat. Die Formel: dY/Y = s/ß besagt nämlich nicht: Je größer die Sparquote, um so größer ist die Wachstumsrate, sondern: je größer die Sparquote, um so höher muss die Wachstumsrate der Investition und damit auch die gleichgroße Wachstumsrate des Inlandsproduktes sein, damit sich ein dynamisches Gleichgewicht einstellen kann. Ob diese Voraussetzung für ein gleichgewichtiges Wachstum in praxi erfüllt ist, kann man aus dieser Formel nicht ablesen.

 

Der Ersparnis kommt allerdings im Rahmen der keynesianischen Verteilungstheorie von Kaldor trotzdem eine entscheidende Rolle zu: Nachfragesteigerungen können in Preissteigerungen verpuffen, wenn die Ersparnis gering ist.

 

Es ergibt sich somit aus der Kaldorianischen Theorie folgende Schlussfolgerung: Eine von der Kapitalnachfrageseite her ausgelöste Erhöhung des Kapital-Einsatzes wird zu Preissteigerungen und damit zu einer Verschlechterung der Lohnquote führen. Um dies zu verhindern, bedarf es auch der Zunahme der freiwilligen Ersparnis. Aus diesen Überlegungen ergibt sich für eine keynesianische Sparpolitik die Folgerung, dass auch die Förderung der Ersparnis und nicht nur der Investition für den Erfolg der Wachstumspolitik notwendig ist.

 

Zwar gilt nach wie vor, dass Wachstum nur möglich ist, wenn die Unternehmer zur Investition bereit sind. Ohne Investitionsbereitschaft gibt es auch kein Wachstum. Trotzdem bedarf es zusätzlich auch der freiwilligen Ersparnis der privaten Haushalte, da Investitionen ohne Sparwillen der Haushalte zu Preissteigerungen führen, die Gewinne auf Kosten der Arbeitnehmer ausgeweitet werden und damit die Einkommen zuungunsten der Arbeitnehmer umverteilt werden.

 

Dieser Marktprozess erzwingt zwar, dass sich die Sparsumme ex post der Investitionssumme anpasst und zwar dadurch, dass die Einkommen der Selbstständigen steigen, welche eine höhere Sparneigung aufweisen als die Unselbstständigen. Da dieser Prozess aber vor allem aus verteilungspolitischen Gründen unerwünscht ist, hat die Politik darauf hinzuwirken, dass die Arbeitnehmerhaushalte von sich aus mehr sparen und damit die Voraussetzungen schaffen, dass die für ein Wachstum notwendige Ersparnis auch ohne Preis- und Gewinnsteigerungen möglich wird.

 

Es gibt nun verschiedene Arten der Sparförderung:

 

·        Finanzielle Anreize (Sparprämien und Steuernachlässe)

·        Investivlohn und investive Gewinnbeteiligung und

·        Investivfondspläne.

 

Eine ausführliche Analyse dieser Pläne zur Sparförderung wird innerhalb der Vorlesung: Sozial- und Verteilungspolitik erfolgen.

 

 

10. Wirtschaftliches Wachstum und Kapitalstruktur

 

Wenn es also aus keynesianischer Sicht notwendig ist, dass der Staat Investitionsanreize schafft, um auf diesem Wege das wirtschaftliche Wachstum anzuregen, entsteht die weitere Frage, ob der Staat nach dem Gießkannenprinzip alle Investitionsvorhaben der privaten Unternehmer finanziell begünstigen soll oder ob gezielt nur solche Investitionsprojekte staatlicherseits unterstützt werden sollten, welche die höchste Kapitalproduktivität erwarten lassen.

 

In der Tat unterscheiden sich die Investitionsvorhaben der privaten Unternehmer sogar in starkem Maße in der zu erwartenden Kapitalproduktivität und es hat deshalb den Anschein, als sei eine Förderung der Investitionen mit der jeweils höchsten Kapitalproduktivität erwünscht, sodass sich also der Staat gezielt auf die Förderung der produktivsten Investitionsprojekten beschränken sollte.

 

Aber es gilt kritisch einzuwenden, dass sich erstens die Höhe der Produktivität von Investitionen erst im nachhinein herausstellt und dass zweitens bei dieser Betrachtung die Bedeutung externer Effekte vernachlässigt wird. Auch eine Investition mit überdurchschnittlich hoher Kapitalproduktivität kann unerwünscht sein, da aufgrund externer Effekte an anderen Stellen der Produktion gesamtwirtschaftliche Verluste eintreten können.

 

Eine nicht gezielte Investitionsförderung kann durchaus aus ordnungspolitischen Gründen einer gezielten Förderung überlegen sein, da bei einer nicht gezielten Förderung die Marktkräfte über die Selektion entscheiden, die Marktkräfte jedoch im Allgemeinen besser in der Lage sind als die Politiker, eine optimale Allokation anzusteuern.

 

Das in der privaten Wirtschaft geltende Haftungsprinzip sorgt dafür, dass derjenige, welcher eine rentable Investition durchgeführt hat, auch Anspruch auf die hierbei anfallenden Gewinne hat, dass aber derjenige, welcher Verluste herbeigeführt hat, diese Verluste auch selbst tragen muss. Dies setzt allerdings voraus, dass die Unternehmer nicht die Möglichkeit haben, Verluste vom Staat ersetzen zu lassen. Weisen die Unternehmer eine monopolistische Struktur auf, können sie sehr wohl diese Verluste an den Staat abwälzen, da ohne staatliche Unterstützung bei einer Finanzkrise der gesamte Finanzmarkt zusammenbrechen kann.

 

Ein im Auftrag des Staates handelnder Beamter erhält weder die Gewinne noch werden ihm etwaige Verluste persönlich angerechnet. Gerade aus diesen Gründen besteht bei einer staatlichen Investitionsentscheidung die Gefahr, dass zu wenig rentable Projekte gefördert werden und dass gleichzeitig sehr riskante Vorhaben aufgegriffen werden, welche bei privater Initiative nie ergriffen worden wären.

 

 

11. Die Rolle des technischen Fortschrittes

 

Die quantitative Bedeutung des technischen Fortschritts für das Wachstum ist unbestritten. Technischer Fortschritt äußert sich in Veränderung der Strukturparameter der Produktionsfunktion:

 

X = b * A α * K 1- α    b, α : Strukturparameter

 

Schwierigkeiten entstehen bei der praktischen Zurechnung des Anteils des technischen Fortschrittes zum Wachstum: Der technische Fortschritt kann nämlich einerseits vom Kapitaleinsatz abhängig sein. Eine höhere Technik erfordert weiterhin zumeist auch eine höhere Arbeitsqualität. Hier lässt sich nicht mehr feststellen, wie weit das realisierte Wachstum auf den vermehrten Kapitaleinsatz, die höhere Ausbildung der Arbeitskräfte oder auf den technischen Fortschritt zurückzuführen ist.

 

Wovon hängt es aber nun ab, wie stark sich der technische Fortschritt verbreiten kann? Die Klassiker der Wirtschaftstheorie machen vor allem den Wettbewerb für den technischen Fortschritt verantwortlich. Die Klassiker gehen davon aus, dass die Unternehmer nur bei Wettbewerb genügend Anreize zur Rationalisierung haben.

 

J. A. Schumpeter geht hingegen davon aus, dass nur Großbetriebe und Konzerne die Fähigkeit zur Innovation haben.

 

Der Unterschied zwischen beiden Positionen besteht also darin, dass die Klassiker auf die Anreize abheben, Schumpeter hingegen die Möglichkeiten stärker betont.

 

Aber auch der Wettbewerb hängt selbst wiederum von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu zählen vor allem folgende Faktoren:

 

·         die Konjunkturlage. In Zeiten der Nachfrageüberhänge versagen die Wettbewerbskräfte.

 

·        der freie Marktzugang. Wettbewerb kann durch eine prohibitive Zollpolitik verhindert werden.

 

·         die Möglichkeit unternehmerischer Zusammenschlüsse (Konzerne, Kartelle). Unternehmer können bewusst durch Bildung von Kartellen oder Zusammenschluss von Einzelunternehmungen zu einem Konzern Wettbewerb ausschalten.

 

·         die Ausgestaltung der Patentgesetzgebung. Der Sinn einer Patentschutzgesetzgebung soll einen schmutzigen Wettbewerb verhindern. Ein solcher schmutziger Wettbewerb wäre gegeben, wenn zunächst einzelne Unternehmungen unter hohem Kostenaufwand neue technische Verfahren ausprobieren. Wenn dann feststeht, dass eine Erfindung erfolgreich angewandt werden kann, besteht ohne Patentgesetzgebung die Gefahr, dass andere Unternehmungen diese technische Verfahren übernehmen. Da diese keine Erprobungskosten aufwenden mussten, sind sie in der Lage, die Produkte kostengünstiger als die Unternehmung anzubieten, welche diese Innovation eingeführt hat, und damit diese aus dem Markt zu drängen.

 

Um diesen schmutzigen Wettbewerb zu unterbinden, wurde der Patentschutz  eingeführt. Wer eine Erfindung patentieren lässt, genießt für eine längere Zeit den Schutz, dieses Produkt als einziger anbieten zu dürfen. Ohne diesen Schutz bestünde die Gefahr, dass die Bereitschaft, neue Produkte oder Verfahren einzuführen, schwinden würde. Trotz dieses positiven Effektes besteht hier jedoch die Gefahr, dass der Wettbewerb für lange Zeit unterbunden wird. Die Vorstellung, dass nach Ablauf der Patentfrist ein Wettbewerb möglich wird, ist oftmals illusorisch, weil sich Nachfrager und Anbieter aufgrund der sehr langen Patentdauer bereits anderen Produkten und Verfahren zugewandt haben.

 

Diese Nachteile könnten vermieden werden, wenn anstelle eines Patentes, das nur einer Unternehmung zusteht, für Innovationen Lizenzen erteilt würden, die jeweils von mehreren Unternehmungen erworben werden können. In diesem Falle wäre sichergestellt, dass jeder Lizenznehmer anteilig an den Erfindungskosten beteiligt wird, sodass also keine unberechtigten Vorteile für die Imitatoren entstünden, trotzdem aber stets ein Wettbewerb zugelassen wäre. Nach geltendem Recht ist eine solche Regelung zwar rechtlich möglich, nur wird von ihr in aller Regel kein Gebrauch gemacht.

 

 

12. Stagnation aufgrund einer zu geringen Nachfrage?

 

Im Verlaufe der wirtschaftswissenschaftlichen Lehrgeschichte wurde wiederholt die These aufgestellt, dass über kurz oder lang eine Stagnation auftrete, da die Nachfrage nach Gütern hinter dem möglichen Angebot hinterherhinke und eines Tages gesättigt sei. Schumpeter hat darauf hingewiesen, dass diese Stagnationsthesen stets durch die Wirklichkeit widerlegt wurden.

 

Trotzdem wurden auch im Rahmen der keynesianischen Theorie Stagnationsthesen aufgestellt. So war vor allem Alvin Hansen im Gegensatz zu John Maynard Keynes der Auffassung, dass die Güternachfrage nicht nur in Zeiten der Depression, sondern auch langfristig zu gering sei, um alle Arbeitnehmer zu beschäftigen. Beschäftigen wir uns zum Abschluss dieses Kapitels mit diesen Thesen.

 

Ausgangspunkt sei die Gleichgewichtsbedingung der keynesianischen Wachstumstheorie:

 

dI/I  =  s/ß

 

·        dI/I : jährliche Wachstumsrate des Investitionsvolumens

·        s: gesamtwirtschaftliche Sparquote

·        ß: Kapitalkoeffizient

 

Wenn wir als Sparquote einen Wert von 0,2 und als Kapitalkoeffizient einen Wert von 1 annehmen, ergibt sich nach obiger Ausgangsgleichung eine für das gleichgewichtige Wachstum notwendige Wachstumsrate des Inlandsproduktes von   dI/I = 0.2 =  20%.

 

Alvin Hansen versuchte nachzuweisen, dass die tatsächliche Wachstumsrate wesentlich unter 20% liegt. Das Investitionsvolumen hänge nämlich vor allem vom Bevölkerungswachstum ab. Das Bevölkerungswachstum sei zwar zu Beginn einer Industrialisierung sehr hoch gewesen, in allen gesättigten Volkswirtschaften werde jedoch eine Stagnation im Bevölkerungswachstum festgestellt.

 

Dieser demographische Rückgang führe zu einer wirtschaftlichen Stagnation, da die Nachfrage nach neuen Wohnungen und Arbeitsplätzen rückläufig sei. Nur bei einem starkem Bevölkerungswachstum werden neue Wohnungen und Arbeitsplätze in einem Maße benötigt, welche zu einem für Vollbeschäftigung ausreichenden Investitionsvolumen führen.

 

Diese Theorie lässt wie auch die keynesianische Theorie allgemein außer Acht, dass es nicht nur Erweiterungsinvestitionen, sondern auch Rationalisierungsinvestitionen gibt. Es mag sein, dass bei einer schrumpfenden Bevölkerung der Umfang der notwendigen Erweiterungsinvestitionen zu gering ist, um auf diesem Wege Vollbeschäftigung zu sichern.

 

Aber im Allgemeinen ist die Bereitschaft der Unternehmungen zu Rationalisierungsinvestitionen gerade in den Zeiten groß, in denen die Nachfrage zurückgeht und deshalb der Wettbewerb der Unternehmer untereinander steigt. Bei starkem Wettbewerb können sich nur diejenigen Unternehmer im Markt halten, die stets durch Rationalisierungsinvestitionen die Kosten zu senken und die Qualität der Güter zu verbessern versuchen.

 

Ganz davon abgesehen stehen wir weltweit nicht vor dem Problem der Stagnation in der Weltbevölkerung, sondern ganz im Gegenteil vor dem Problem, dass die natürlichen Ressourcen nicht mehr ausreichen, um eine so rasant wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Die sogenannten Schwellenländer (vor allem Indien und China) haben heute mit einer zu schnell wachsenden Überbevölkerung zu kämpfen und die Länder, welche heute in wirtschaftlicher Sicht als Entwicklungsländer noch gar nicht das Stadium der Industrialisierung erreicht haben, werden in Zukunft vor der Gefahr einer Überbeschäftigung stehen. Auf Jahrzehnte hinweg besteht somit weltweit die Gefahr einer Überbevölkerung und nicht der Bevölkerungsstagnation.

 

 

Zusammenfassung:

 

01. Entsprechend der postkeynesianischen Wachstumstheorie entscheiden Nachfragefaktoren über das Ausmaß des wirtschaftlichen Wachstums. Da nach wie vor unterstellt wird, dass der Kapitalmarkt nicht in der Lage ist, die Investition der Ersparnis anzupassen, ist der Staat aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Wachstumsrate der Investition dem Quotienten aus Sparquote und Kapitalkoeffizienten entspricht.

 

02. Im Gegensatz zum Keynesianismus betont die neoklassische Theorie des Wachstums die Rolle der Angebotsfaktoren für das Wachstum. Es lässt sich zeigen, dass bei Unterstellung einer Cobb-Douglas-Produktionsfunktion die gleichgewichtige Wachstumsrate des Inlandsprodukts nur von der Wachstumsrate der Arbeitskräfte und des mit dem Arbeitskoeffizienten gewichteten technischen Fortschrittes bestimmt wird.

 

03. Trotzdem muss der Kapitalbildung auch bei Unterstellung klassischer Gedankengänge eine gewisse Rolle zuerkannt werden:

 

04. Nur die Wachstumsrate, aber nicht das Wachstumsniveau wird nicht mehr von der Höhe des Kapitaleinsatzes bestimmt,

 

05. weiterhin lässt sich nur in sehr einfachen Produktionsfunktionen (vom Typ Cobb-Douglas) der Wert des Kapitals herauskürzen,

 

06. schließlich unterstellt die neuere Neoklassik, dass die Rate des technischen Fortschrittes selbst wiederum vom Umfang der Kapitalbildung mitbestimmt wird (These vom verkörperten technischen Fortschritt).

 

07. Zwischen Klassikern und Keynesianern wurde die Frage kontrovers diskutiert, ob Kapitalbildung eher durch Förderung der privaten Ersparnis oder der Investitionsbereitschaft erreicht werden kann. Die Klassiker unterstellten, dass eine Zunahme der freiwilligen Ersparnis ausreicht, um auch einen Zuwachs der Investition auszulösen, da ein funktionierender Kapitalmarkt unterstellt wird.

 

08. Die frühen Keynesianer unterstellten, dass der Kapitalmarkt nicht in der Lage sei, dem Ersparniszuwachs entsprechende Investitionszuwächse herbeizuführen. Der Staat habe die Aufgabe, die Investition anzureizen, der notwendige Zuwachs in der Ersparnis werde durch Expansionskräfte des Marktes automatisch besorgt.

 

09. Kaldor – ebenfalls ein Keynesianer – hatte jedoch aufgezeigt, dass eine alleinige Steigerung des Investitionsvolumens zu Inflation und zu einer Reduzierung der Lohnquote führen kann, was nur dadurch vermieden werden kann, dass der Staat auch dafür Sorge trägt, dass sich die freiwillige Ersparnis der Haushalte ebenfalls erhöht.

 

10. Der Kapitalkoeffizient der Investitionen ist von Betrieb zu Betrieb und von Branche zu Branche unterschiedlich hoch. Aus dieser Erkenntnis zogen Keynesianer oftmals den Schluss, dass das wirtschaftliche Wachstum durch selektive Anreize gefördert werden müsse, es komme darauf an, die Investitionen mit der höchsten Kapitalproduktivität zu fördern. Neoklassiker bezweifeln, ob der Staat das für diese Entscheidungen notwendige Wissen besitzt. Außerdem sind bei dieser Politik mögliche externe Effekte außer Acht gelassen, die zu Verlusten in anderen Bereichen führen können.

 

11. Die bedeutende Rolle des technischen Fortschrittes für das intensive Wachstum ist unbestritten.  Es ist jedoch äußerst schwierig, den quantitativen Anteil des technischen Fortschrittes für ein gegebenes Wachstum zu bestimmen und diesen vom Anteil der ebenfalls stattgefundenen Qualifizierung der Arbeit und der Ausweitung der Kapitalintensität zu trennen. Im allgemeinen erfordert eine neue Technologie sowohl eine Erhöhung in der Qualifizierung der Arbeitskräfte sowie eine Zunahme in der Kapitalintensität.

 

12. Im Gegensatz zu Keynes selbst ging A. Hansen von der These aus, dass die Investitionsschwäche der privaten Unternehmungen nicht nur ein konjunkturelles, sondern auch ein säkulares Problem darstelle. Nur aufgrund eines starken Bevölkerungswachstums zu Beginn der Industrialisierung sei das Investitionsniveau ausreichend hoch gewesen, um ein gleichgewichtiges Wachstum zu ermöglichen. Bei Bevölkerungswachstum ist das Investitionsniveau hoch, da neue Arbeitsplätze und Wohnungen errichtet werden müssen. Der Zuwachs an materieller Wohlfahrt habe jedoch zu einer Bevölkerungsstagnation geführt und dies wiederum habe einen starken Abfall in der Investitionsbereitschaft ausgelöst.

 

 

Fragen zu Kapitel 7b:

 

01. Von welchen beiden Variablen hängt in der postkeynesianischen Wachstumstheorie die gleichgewichtige Wachstumsrate ab?

 

02. Aus welcher fundamentalen Gleichung leitet die postkeynesianische Wachstumstheorie diese Gleichgewichtsbedingung ab?

 

03. Worin bestanden die politischen Schlussfolgerungen der postkeynesianischen Wachstumstheorie?

 

04. Aus welchen Gründen wird die Bedeutung dieser Gleichgewichtsbedingung von Neoklassikern angezweifelt?

 

05. Worin liegt der unterschiedliche Ansatz zwischen postkeynesianischer und neoklassischer Wachstumstheorie?

 

06. Welche Rolle wird dem Kapital im Rahmen der neoklassischen Wachstumstheorie zugedacht?

 

07. Welche Produktionsfunktion wurde im Rahmen der neoklassischen Wachstumstheorie zugrunde gelegt?

 

08. Inwiefern kommt dem Kapitaleinsatz in der Weiterentwicklung der neoklassischen Wachstumstheorie dennoch eine Bedeutung zu?

 

09.  Sollten nach keynesianischer Auffassung die Ersparnisse oder die Investitionen politisch beeinflusst werden, um das Wachstum zu fördern?

 

10. Inwiefern kommt jedoch innerhalb der keynesianischen Verteilungstheorie der Ersparnis dennoch eine bedeutende Rolle zu?

 

11. Warum ist es so schwer, die Bedeutung des technischen Fortschrittes für das Wachstum zu isolieren?

 

12. Warum ist Alvin Hansen im Gegensatz zu Keynes der Auffassung, dass Arbeitslosigkeit auch säkulare Ursachen hat?

 

 

Antworten zu Kapitel 7b:

 

01. Die gleichgewichtige Wachstumsrate wird innerhalb der postkeynesianischen Wachstumstheorie vom Quotienten Sparquote dividiert durch den Kapitalkoeffizienten bestimmt.

 

02. Die Gleichgewichtsbedingung der postkeynesianischen Wachstumstheorie wird letztendlich aus der Gleichung: I = S abgeleitet.

 

03. Entsprechend der postkeynesianischen Wachstumstheorie bedarf es für ein gleichgewichtiges Wachstum vor allem der Förderung von Investitionen.

 

04. Die Gleichgewichtsbedingung der postkeynesianischen Wachstumstheorie wird von Neoklassikern angezweifelt, da eine Zunahme der Investition selbst wiederum den Kapitalkoeffizienten erhöhen kann und da deshalb über Investitionen allein das gleichgewichtige Wachstum nicht erreicht werden kann.

 

05. Während die postkeynesianische Wachstumstheorie die Bedeutung der Nachfragefaktoren unterstreicht, hängt nach neoklassischer Sicht das Wachstum vor allem von den Angebotsfaktoren ab. 

 

06.  Das Inlandsprodukt hängt zwar auch vom Kapitaleinsatz ab, die gleichgewichtige Wachstumsrate wird jedoch allein vom Arbeitseinsatz und vom technischen Fortschritt bestimmt.

 

07. Die neoklassische Wachstumstheorie legt eine Cobb-Douglas Produktionsfunktion zugrunde.

 

08.  Dem Kapitaleinsatz kommt in der Weiterentwicklung der neoklassischen Wachstumstheorie insofern eine Bedeutung zu, da auf der einen Seite zwar das Wachstumsniveau durchaus vom Kapitaleinsatz bestimmt wird und auf der anderen Seite der technische Fortschritt selbst wiederum vom Kapitaleinsatz abhängt.

 

09. Es entspricht keynesianischer Vorstellung, dass Wachstum vor allem durch Investitionsanreize gefördert werden sollte.

 

10. Legt man die keynesianische Verteilungstheorie von Kaldor zugrunde, so bedarf es auch der Förderung der Ersparnis, da ansonsten das wirtschaftliche Wachstum zu Preissteigerungen und zu einer Minderung in der Lohnquote führt.

 

11. Der technische Fortschritt ist im Allgemeinen nur möglich, wenn zur gleichen Zeit die Arbeitsqualität verbessert und der Kapitaleinsatz intensiviert wird.

 

12. Alvin Hansen geht auch von einer säkularen Stagnation aus, da im Zuge der Wohlfahrtssteigerung das Bevölkerungswachstum stagnierte und da die Investitionsbereitschaft nur bei starkem Bevölkerungswachstum ausreiche, um Vollbeschäftigung zu garantieren.