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Zweck der Vorlesung:

 

Mit dieser Vorlesung soll ein Überblick über den Gesamtbereich der Konjunktur- u. Wachstumspolitik gegeben werden. Hierbei geht es weniger darum, im Sinne einer Wirtschaftskunde die einzelnen Gesetze und Institutionen zu umschreiben als vielmehr im Sinne der allgemeinen Lehre der Wirtschaftspolitik die Ziele, die Mittel und die Träger der Konjunktur- und Wachstumspolitik zu umschreiben und aufzuzeigen, wie die Erkenntnisse der Konjunktur- und Wachstumstheorie auf die aktuellen Probleme angewandt werden können.

 

 

Voraussetzungen:

 

Voraussetzungen zum Verständnis der Vorlesung sind somit erstens Kenntnisse in Makroökonomie, insbesondere in Beschäftigungs- Inflations- und Wachstumstheorie, sowie in den Grundlagen der Wirtschaftspolitik.

 

 

Literatur zur Vertiefung:

 

J. Siebke, H. J. Thieme, Einkommen, Beschäftigung, Preisniveau,

D. Kath, Geld und Kredit,

D. Cassel, Inflation,

G. Gabisch, Konjunktur und Wachstum,

D. Cassel, H. J. Thieme, Stabilitätspolitik,

alle in: Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Bd. 1 und 2,  9. Aufl., München 2007

 

Vertiefende Literatur findet sich darüber hinaus auch  in den Literaturverzeichnissen der genannten Artikel.

 

 

Gliederung der Vorlesung:

 

01. Einführung                    

02. Das Ziel der Vollbeschäftigung

03. Das Ziel der Geldwertstabilität

04. Das Ziel eines angemessenen wirtschaftlichen Wachstums

05. Die theoretischen Grundlagen der Beschäftigungspolitik

06. Die theoretischen Grundlagen der Stabilisierungspolitik

07. Die theoretischen Grundlagen der Wachstumspolitik

08. Die geld- und außenwirtschaftspolitischen Mittel

09. Die finanzpolitischen Mittel

10. Die einkommenspolitischen Mittel

11. Institutionelle Maßnahmen

12. Die Träger der Konjunktur- und Wachstumspolitik

 

 

 Kapitel 1: Einführung

 

 

 

Gliederung:

 

01. Definitionen

02. Unterscheidung unterschiedlicher Konjunkturphasen

03. Unterscheidung unterschiedlich langer Konjunkturzyklen

04. Aktualität des Konjunkturbegriffes

05. Definition "wirtschaftliches Wachstum"

06. Wichtigste Gründe für eine Konjunkturpolitik

07. Unterschiede und Gemeinsamkeiten

08. Die Entwicklung der Konjunkturpolitik

09. Die Entwicklung der Wachstumspolitik

 

 

 

01. Definitionen

 

Als erstes wollen wir uns die Frage stellen, was man unter Konjunktur- und Wachstumspolitik im Allgemeinen versteht? Eine mögliche Antwort lautet: Alle Maßnahmen und Einrichtungen, die den Zweck verfolgen, die Konjunktur zu stabilisieren und das wirtschaftliche Wachstum zu fördern zählen zur Konjunktur- und Wachstumspolitik.

 

Träger der Konjunktur- und Wachstumspolitik sind hierbei:

 

·        der Staat i. w. S.: Bund, Länder, internationale Zusammenschlüsse,

·        aber auch die Notenbanken.

 

Wenn wir nach den Zielen der Wirtschaftspolitik fragen, wird nach der gesamtwirtschaftlichen Rechtfertigung der einzelnen politischen Maßnahmen und nicht nach den eigentlichen Motiven der Politiker gefragt. Hierbei steht die politische Einflussnahme auf den Konjunkturverlauf sowie das wirtschaftliche Wachstum im Vordergrund der Ziele.

 

Ob eine bestimmte politische Maßnahme tatsächlich die Konjunkturlage (bzw. das wirtschaftliche Wachstum) beeinflusst oder nicht, ist nicht entscheidend für die Frage, ob wir von einer konjunkturpolitischen (bzw. von einer wachstumspolitischen) Maßnahme sprechen. Konjunkturpolitik liegt auch dann bereits vor, wenn die Politiker mit einer bestimmten Maßnahme das gesamtwirtschaftliche Ziel einer Konjunkturstabilisierung verfolgen, aber dieses Ziel in Wirklichkeit verfehlen.

 

Es gibt auch eine fehlerhafte, ineffiziente Konjunkturpolitik. Auf der anderen Seite kann z. B. eine Maßnahme, mit der die Regierung die Einkommen der Arbeitnehmer anzuheben versucht, auch die Konjunkturlage – positiv oder negativ – beeinflussen, ohne dass wir bereits hier von einer konjunkturpolitischen Maßnahme sprechen. Der Einfluss dieser verteilungspolitischen Maßnahme zählt zu den Sekundärwirkungen einer nichtkonjunkturpolitischen Maßnahme.

 

Mit dem Begriff "Konjunktur" werden drei Merkmale verbunden:

 

·        periodisch wiederkehrende Auf- und Abwärtsbewegungen,

 

·        Beschränkung auf makroökonomische Größen wie Inlandsprodukt, Beschäftigung, Preisniveau

 

·        Schwankungen um das makroökonomische Gleichgewicht.

 

 

 

 

02. Unterscheidung unterschiedlicher Konjunkturphasen

 

Es gibt unterschiedliche Kriterien der Untergliederung:

 

das Zweiphasenschema: Auf- und Abschwung, sowie das Vierphasenschema: Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung, Depression.

 

Diese Vierteilung ergibt sich einmal aus der Frage, ob die gesamtwirtschaftlichen Größen fallen oder steigen, zum andern aus der Frage, ob eine Bewegung zum oder weg vom gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht stattfindet.

 

Die allgemeine Charakteristik eines Aufschwungs besteht hierbei aus folgenden Merkmalen:

 

·        Die Produktion steigt an.

·        Angebotsüberhänge werden abgebaut.

 

Als Symptome gelten:

 

·        ein Rückgang der Arbeitslosenziffern,

·        das Ansteigen der Güterproduktion bei noch relativ stabilen Preisen,

·        hohe Produktivitätszuwächse,

·        Lohnsteigerungen unterhalb der Produktivitätszuwächse,

·        deshalb hohe Gewinne.

 

 

 

 

Zwei Merkmale bestimmen die allgemeine Charakteristik der Hochkonjunktur:

 

·        die Aufwärtsbewegung, sowie

·        das Entstehen von Nachfrageüberhängen

 

Symptome einer Hochkonjunktur bestehen in folgenden Merkmalen:

 

·        Bei anhaltend hohen Aufträgen finden generelle Preissteigerungen statt,

·        die Kluft zwischen offenen Stellen und Arbeitslosen steigt an,

·        die Lohnforderungen der Gewerkschaften nehmen ebenfalls zu,

·        übertarifliche Lohnzuschläge werden gewährt,

·        es kommt zu Zinssteigerungen aufgrund einer Geldverknappung.

 

 

 

Die allgemeine Charakteristik einer Rezession liegt in folgenden zwei Merkmalen:

 

·        dem Abschwung, sowie

·        einem Abbau der Nachfrageüberhänge.

 

Als Symptome gelten:

 

·        Zunächst kommt es noch zu anhaltend hohen Lohnforderungen,

·        die Preissteigerungsrate verringert sich,

·        die Auftragseingänge gehen zurück und mit ihnen die Zahlen der offenen Stellen,

·        aufgrund zunehmenden Wettbewerbs kommt es zu einer Zunahme der Konkurse.

 

 

 

Zwei Merkmale bestimmen die allgemeine Charakteristik der Depression:

 

·        die Abwärtsbewegung, sowie

·        das Entstehen von Angebotsüberhängen

 

 

Als Symptome der Depression lassen sich feststellen:

 

·        Die Arbeitslosenziffern steigen an,

 

·        es findet eine Stagnation in den Aufträgen und in der Güterproduktion statt, eventuell werden  sogar negative Wachstumsraten der Güterproduktion festgestellt,

 

·        es kommt aber nur zu relativ geringen Preissteigerungen, eventuell sogar zu Preissenkungen;

 

·        auch die Löhne steigen nur geringfügig, es findet ein Abbau der „wage drift“ statt. Unter „wage drift“ versteht man die Kluft zwischen Effektivverdiensten und Tariflöhnen.

 

·        Die Zinsen sind niedrig, die Liquidität jedoch hoch.

 

 

 

 

 

03. Unterscheidung unterschiedlich langer Konjunkturzyklen

 

Empirisch gesehen wurden drei unterschiedliche Konjunkturzyklen nachgewiesen:

 

die kurzen, nach J. Kitchin benannten Konjunkturwellen (circa 2 - 3 Jahre),

die mittleren, nach C. Juglar benannten Konjunkturwellen (circa 8 - 9 Jahre),

die langen, sogenannten Kondratieff-Konjunkturwellen (circa 50 - 60 Jahre).

 

Schumpeter hat nun folgende These aufgestellt:

 

Innovationen (Erfindungen) lösen Juglar- und Kondratieff-Zyklen aus, wobei eine Innovation mehrere Juglarzyklen alimentiert. Die Stoßkraft des Aufschwunges wird allerdings mit jedem Zyklus immer schwächer, sodass auch der langfristige Kondratief-Aufschwung eines Tages zu Ende geht.

 

Die kurzfristigen Kitchin-Wellen entstehen allerdings weniger durch Innovationen als durch die Lagerdispositionen des Handels.

 

Beginnen wir zunächst damit, dass wir in ein Diagramm, auf dessen Abszisse die Zeit und auf dessen Ordinate das Inlandsprodukt als Indikator für die jeweilige Konjunktur abgetragen wird, den Verlauf der langfristigen Kondratief-Konjunkturwelle einzeichnen.

 

 

 

 

Als zweites fügen wir nun in dasselbe Diagramm auch den Verlauf der mittelfristigen Juglar-Konjunkturwellen hinzu.

 

 

 

 

Schließlich wird als drittes der zeitliche Verlauf der Kitchin-Wellen hinzugefügt.

 

 

Wir können nun aus diesen drei verschiedenen Wellenbewegungen den Verlauf der tatsächlichen  Konjunktur berechnen und erhalten folgende Entwicklung im Inlandsprodukt (Y):

 

 

 

Obwohl wir von ganz regelmäßigen Schwankungen ausgingen, die in der Realität nie in solcher Reinheit anzutreffen sind, ergibt sich aus diesen drei Zyklen doch ein recht chaotisch aussehender Verlauf.

 

 

04. Aktualität des Konjunkturbegriffes

 

Es werden Zweifel in der Öffentlichkeit laut, ob man seit dem Ende des zweiten Weltkrieges überhaupt noch von Konjunkturschwankungen mit eindeutig konjunkturellen Gesetzmäßigkeiten reden kann.

 

Mögliche Gründe für diesen Zweifel könnten in folgender Überlegung liegen. Für die Konjunkturbewegungen ist vorwiegend das wirtschaftliche Verhalten der Privatpersonen verantwortlich. Jedoch ist in der Zwischenzeit der Anteil des Staates am Inlandsprodukt sehr gewachsen. Aber trotz diesem Wandel lassen sich zumindest die langen Konjunkturzyklen weiterhin beobachten.

 

Allerdings lässt sich kein klassischer Verlauf der Konjunktur mehr feststellen. Es lassen sich nämlich Stagflationserscheinungen beobachten, die sich dadurch auszeichnen, dass gleichzeitig Stagnations- und Inflationserscheinungen vorhanden sind. Außerdem trat das Phänomen der Hysterese auf, das darin besteht, dass sich der Arbeitsmarkt immer mehr vom Gütermarkt abkoppelt. So hinkt vor allem der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt hinter der Aufwärtsbewegung auf den Gütermärkten hinterher. Schließlich ist auch die Dauer eines Juglar-Zyklus recht unterschiedlich.

 

Walter Eucken vertrat sogar die These, dass jeder Konjunkturzyklus einmaliger Natur sei und dass es deshalb keine allgemeine Konjunkturtheorie geben könne.

 

 

05. Definition "wirtschaftliches Wachstum"

 

Wenden wir uns nun dem Begriff des wirtschaftlichen Wachstums zu. Als möglichen Maßstab eignet sich vor allem die Wachstumsrate des realen Inlandsproduktes (Volkseinkommen). Das Inlandsprodukt ist definiert als Wertsumme aller in einer Periode in der gesamten Volkswirtschaft produzierten Güter einschließlich der Dienstleistungen. Das reale Inlandsprodukt (IPreal) erhält man dann dadurch, dass man das nominelle Inlandsprodukt (IP) durch das Preisniveau (P) dividiert:

 

IPreal = IP/P

 

 

Als weitere Maßstäbe des Wachstums werden herangezogen:

 

·        das reale Pro-Kopf-Einkommen,

·        die Arbeits- oder Kapitalproduktivität,

·        das Erwerbsvermögen.

 

Soweit das wirtschaftliche Wachstum über die Wohlfahrtssteigerung einer Volkswirtschaft unterrichten soll, eignet sich das reale Inlandsprodukt weniger, da ja eine Steigerung des Inlandsproduktes einhergehen kann mit dem Anstieg der Bevölkerung, sodass also trotz Anstieges des gesamten Inlandsproduktes die einzelnen Bürger im Durchschnitt trotzdem nicht mehr als bisher an Einkommen erhalten. Wird das Inlandsprodukt auf mehr Individuen verteilt, kann der bisherige Wohlstand nur dadurch aufrechterhalten werden, dass mit der Zahl der Bürger auch das Inlandsprodukt ansteigt. Um diesen Zusammenhang in den Griff zu bekommen, misst man die Wohlfahrtsveränderung am Zuwachs des Pro-Kopf-Einkommens.

 

Bisweilen wird die Wohlfahrtssteigerung auch am Zuwachs in der Arbeits- oder auch Kapitalproduktivität gemessen. Die Arbeitsproduktivität gibt bekanntlich an, wie viel Produktmengen pro Arbeitseinheit (Stunde oder auch Monatslohn) im Durchschnitt produziert werden. Steigt die Produktivität, so können bei gleichbleibender Beschäftigung mehr Produktmengen produziert werden. Dies bedeutet in aller Regel, dass die Konsumenten auch mehr Güter konsumieren können.

 

Trotzdem gibt es gewisse Unterschiede zwischen dem Maßstab des Pro-Kopf-Einkommens und der Arbeitsproduktivität. Beide Begriffe führen nur dann zu einem gleichen Ergebnis, wenn der Anteil der Beschäftigten und deren durchschnittliche Arbeitsstundenzahl konstant bleibt. Verändern sich beide Größen in unterschiedlichem Maße, unterscheiden sich die Steigerungen in der Arbeitsproduktivität und im Pro-Kopf-Einkommen.

 

Nehmen wir als Beispiel den Fall, dass in dem Maße, in dem die Arbeitsproduktivität gesteigert werden konnte, die durchschnittliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer verringert wird. Hier wird ex definitione genau soviel wie bisher produziert, das Inlandsprodukt pro Kopf bleibt also konstant, aber das gleiche Inlandsprodukt kann nun mit weniger Arbeitseinsatz erzielt werden.

 

Hier ist also trotz Konstanz im Pro-Kopf-Einkommen die durchschnittliche Wohlfahrt gestiegen, nur dass sich diese Wohlfahrtssteigerung nun darin äußert, dass sich die Arbeitnehmer mehr Freizeit leisten können. Will man also auch die durch mehr Freizeit hervorgerufene Wohlfahrtssteigerung mitberücksichtigen, bedarf es des Maßstabes der Arbeitsproduktivität, da ja das Pro-Kopf-Einkommen nur darüber informiert, ob diese Produktivitätssteigerungen dazu benutzt wurden, das Pro-Kopf-Einkommen zu steigern.

 

Worin unterscheidet sich nun der Wohlfahrtsmaßstab des Erwerbsvermögens von den bisher besprochenen Maßstäben? Wenn mehr produziert wird, kann diese Steigerung der Einkommen dazu dienen, den Konsum zu erhöhen oder aber die Einkommenszuwächse zu sparen.

 

Wird der erstgenannte Weg beschritten, dann erfahren die Konsumenten in dieser Periode zwar eine Nutzensteigerung, diese beschränkt sich jedoch auf die gegenwärtige Periode. Wählen jedoch die Einkommensempfänger den zweitgenannten Weg, erhöhen also ihre Ersparnisse, so stehen diese Einkommensteile in zukünftigen Perioden zur Verfügung und können dann Nutzen stiften.

 

Eine Ersparnis lohnt sich allerdings nur soweit, als die Nutzenzuwächse in der Zukunft größer ausfallen als die Nutzenentgänge in der Gegenwart aufgrund des Verzichtes, diese Einkommensteile alsbald für den Ankauf von Konsumgütern zu verwenden. Es ist also ein Vergleich der heutigen Nutzenentgänge mit den Nutzensteigerungen in der Zukunft notwendig.

 

Dieser Vergleich begegnet jedoch mehreren Schwierigkeiten. Es ist den meisten Menschen unbekannt, wie groß der Bedarf in Zukunft ausfallen wird und über welche Einkommen die Einzelnen in Zukunft verfügen können. Aber gerade diese beiden Variablen (zukünftiger Bedarf und zukünftige Einkommenshöhe) entscheiden maßgebend darüber, um wie viel in Zukunft die Wohlfahrt aufgrund der Ersparnisse ansteigen wird.

 

Ganz generell müssen wir davon ausgehen, dass in dem Maße, in dem in Zukunft aufgrund der Ersparnisse mehr investiert und damit auch produziert werden kann, der zukünftige Ertrag zwar ansteigen wird, dass aber aufgrund der Wirkung des Gesetzes vom abnehmenden Grenzertrag die Ertragszuwächse um so kleiner ausfallen, als die Produktion ansteigt.

 

Da aus den gleichen Gründen aber in der Gegenwart weniger produziert werden kann als ohne diese Ersparnis produziert werden würde, steigt aufgrund dieser Reduktion in der potentiellen Produktion der Grenzertrag der Arbeit an und dies bedeutet, dass von einer bestimmten Sparsumme an die Grenzkosten die Grenzerträge des Sparaktes übersteigen. Eine Ausweitung der Sparsumme ist solange vernünftig als der Ertragszuwachs die Ertragsminderung übersteigt. Wegen der bereits angesprochenen Unsicherheit lässt sich jedoch im konkreten Einzelfall gar nicht exakt angeben, wie der zukünftige Grenzertrag sich verändern wird.

 

Wenn schon der zukünftige Grenzertrag bei zunehmender Ersparnis zurückgeht, gilt dies a fortiori für die hieraus erzielte Nutzensteigerung. Auch hier gilt, dass der Grenznutzen mit wachsender Inanspruchnahme zurückgeht. Die Veränderungen in den zukünftigen Grenznutzenzuwächsen und den gegenwärtigen Grenznutzenminderungen vollziehen sich deshalb in rasantem Tempo, da sowohl der zukünftige Grenzertrag als auch der zukünftige Nutzenzuwachs, der aus diesem Ertragszuwachs erzielt werden kann mit wachsender Sparsumme zurückgeht.

 

 

Fortsetzung folgt!